DIE VERSCHIEDENEN FORMEN VON SUCHT
Alkoholismus
Drogen- und Medikamentensucht
Essstörungen
Zwanghaftes Helfen (Helfersyndrom)
Alkoholismus
Hilfe anzunehmen bei Alkoholismus kann beim Betroffenen kaum vorstellbare Angst auslösen. Oft entwickelt sich die Abhängigkeit fortschreitend über Jahre und wenn der Alkoholiker, die Alkoholikerin merkt, dass ein Leben ohne Alkohol nicht mehr oder nur kurz möglich ist, ist es fast unmöglich ohne Hilfe aus der Abhängigkeit heraus zu kommen; denn die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, sind zu gross und zu vielfältig: Meist hat der alkoholkranke Mensch nicht nur physische, sondern auch grosse psychische und emotionale Probleme. Damit die Genesung des Alkoholikers, der Alkoholikerin erfolgreich ist, müssen alle diese Ebenen angesprochen werden.
Bei PROMIS Clinics haben wir die nötigen medizinischen Voraussetzungen, um einen sicheren und beschwerdearmen Alkoholentzug gewährleisten zu können. Unsere Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten klären die psychologischen Bedürfnisse des Klienten ab und der Behandlungsplan wird individuell darauf abgestimmt. In Wärme und Geborgenheit unserer Häuser fühlt sich der Patient zu Hause und nicht selten gehen die Leute gar nicht gerne weg, wenn es Zeit geworden ist.
"Meine Alkoholabhängigkeit brachte mich an den Rand des Todes. Zusammen mit PROMIS war ich innerhalb von fünf Tagen am Rande eines komplett neuen Lebens."
(Chris, Ex-Alkoholiker)
Der Hauptgrund für die Angst Alkohol aufzugeben ist die Tatsache, dass Alkohol zum einzigen Weg wurde, mit stressvollen Situationen umzugehen. Deshalb glauben wir, dass eine Behandlung von Alkoholismus nur dann zur Abstinenz führt, wenn sie andere, gesündere Verhaltensstrategien aufzeigt und einübt.
PROMIS Clinics bietet genau diesen Weg an: Wir helfen Patienten und Patientinnen liebevoll eine Reihe neuer Verhaltensweisen zu lernen und wir bieten einen sicheren Ort an, diese zu üben.
In der Therapie wird jeder Patient, jede Patientin lernen, abstinent zu bleiben und das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Nur zu oft wurden sie durch die vielen Probleme rund um den Alkoholismus ihrer Würde beraubt, sie haben ihr Selbstwertgefühl verloren und viele Gelegenheiten, die das Leben bietet, verpasst. Genesung vom Alkoholismus kann erst dann als erfolgreich bezeichnet werden, wenn der betroffene Mensch sein volles Lebenspotential erkennt und umsetzen kann.
"Ich war erstaunt, wie schnell der Rhythmus eines normalen Lebens nach einer relativ kurzen Zeit der Abstinenz in der Klinik wieder zurückkehrte."
(James, Ex-Alkoholiker)
Wir geben unser Bestens, um die Therapie unsere PatientInnen äusserst effizient zu gestalten und sie so schnell wie möglich wieder in ihren Alltag zu schicken. Das heisst, bei uns ist der therapeutische Prozess sehr intensiv.
Drogen- und Medikamentensucht
"Ich kam sozusagen zu PROMIS gekrochen und ich hatte bereits aufgegeben. Mein Genesungsweg hat mir nicht nur das Leben gerettet, meine Genesung gab mir ein total neues Leben und eine vielversprechende Zukunft."
(Chris, Ex-Patient)
Bei der Abhängigkeit von Substanzen gibt es keinen Unterschied, ob die Droge legal aus der Apotheke kommt oder illegal von einem Drogendealer. So oder so, Drogen machen abhängig und es braucht meist professionelle Hilfe, um die Fähigkeit, ohne sie zu leben, wieder zu erlangen.
Nicht alle Konsumenten von Strassen- oder verschriebenen Drogen werden davon süchtig; genau so wenig wie alle Menschen, welche Alkohol trinken Alkoholiker sind. Das grösste Problem dabei ist und bleibt aber, dass Süchtige meist die letzte Person sind, die glaubt, dass sie tatsächlich abhängig ist.
"Es war mir klar, dass ich einen Punkt erreicht hatte, wo ich nicht mehr mit diesen Drogen leben konnte, aber ich war auch nicht mehr in der Lage ohne.”
(Chloe, Ex-Patientin).
Süchtige suchen Hilfe, wenn sie den Punkt erreicht haben, wo das Nehmen schmerzhafter ist, als das Aufhören. Alles, was die schmerzvollen Konsequenzen der Sucht schmälert (die Schulden beim Dealer abzahlen, Rechtsanwälte suchen, den Lebensunterhalt bezahlen, alternative Medikamente verschreiben), verlängert die aktive Sucht. Und es ist offensichtlich, dass dies dem Süchtigen, der Süchtigen und den Menschen in deren Umgebung mehr schadet als nützt. Es kann zum Tod des süchtigen Menschen führen. Bei dieser und bei anderen Formen von Sucht besteht die therapeutische Herausforderung darin, den süchtigen Menschen die Konsequenzen seines Verhaltens vollumfänglich erfahren zu lassen und die aktive Sucht nicht indirekt zu unterstützen. Nur so werden Süchtige bereit, Hilfe zu suchen.
"Eine aussergewöhnliche Erfahrung bei dieser Suchttherapie war, dass kein Weg daran vorbei führte, den entsetzlichen Konsequenzen der Sucht ins Gesicht zu schauen und dass ich dank des Mitgefühls und der ausserordentlichen Professionalität der Therapeuten sowie dank der Unterstützung meiner MitpatientInnen meine Schuldgefühle und meine Scham darüber loslassen konnte. In diesem Moment begann ich wirklich zu genesen."
(Robin, Ex-Patient)
Jede Substanz, die eine Stimmungsänderung herbeiführt, kann Abhängigkeit zur Folge haben. Da gibt es zwischen weichen und harten Drogen nur den einen Unterschied: Bei den einen kommt es langsamer, bei den anderen schneller zu schwerwiegenden Schäden auf allen Ebenen des Menschen.
Eine erste therapeutische Behandlung der Drogensucht schliesst bei PROMIS Clinics nötigenfalls einen Entzug ein. Und entgegen der weitverbreiteten Meinung und dem Widerstand der Betroffenen, ist der Entzug meist der einfachste und unkomplizierteste Aspekt der Therapie. Zu lernen, die Hände von den Drogen zu lassen, ist viel schwieriger. Heroinsüchtige werden durch Methadon substituiert und innerhalb von vier bis acht Tagen reduzierend entzogen. Bei Abhängigkeit von Beruhigungs- und Schlafmedikamenten sowie von Antidepressiva gehen wir langsamer vor: Der Entzug dauert bei diesen Patienten und Patientinnen zwischen zwei und drei Wochen. Bei Abhängigkeit von Kokain, Amphetaminen, LSD, Ecstasy und Cannabis ist kein Entzug nötig. Ein leichtes Beruhigungsmittel kann jedoch in den ersten zwei oder drei Nächten hilfreich sein. Einer der grossen Vorteile bei PROMIS Clinics ist, dass unsere Suchttherapeuten sich als ehemalige Süchtige von den neuen Patienten und Patientinnen wenig vormachen lassen, was deren Entzugsprozess betrifft.
Neue Patienten und Patientinnen nehmen an der Gruppentherapie teil, sobald sie in der Lage sind, sich von der Pflegestation bis zum Gruppenraum auf den Füssen zu halten. Spätestens am Ende des Entzugs (die Phase der Therapie übrigens in der Patienten am häufigsten aus der Therapie weglaufen) besteht bereits eine starke Erfahrung von Verstandensein, von Mutzuspruch zwischen den älteren und neuen Gruppenmitgliedern und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.
"Durch das Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe habe ich ganz tief erfahren, dass ich nicht allein bin, dass wir diese vielen gemeinsamen Erfahrungen haben, welche die Gruppe in gegenseitiger Unterstützung, in gegenseitigem Vertrauen und Verständnis und in Liebe zusammenhalten.”
(Michael, Ex-Patient)
Bei PROMIS Clinics machen wir keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Gesichtern von Sucht und alle Patienten und Patientinnen werden in Gruppen gemischt. Zudem sind die meisten Süchtigen in verschiedenster Hinsicht zwanghaft. Durch eine hohe Identifikation mit dem anderen ist das gegenseitige Verständnis sehr gross. So oder so, die menschlichen Probleme aller Süchtigen sind dieselben, egal auf welche Weise sie ihre Sucht ausleben. Und es sind gerade diese unter der aktiven Sucht verborgenen menschlichen und zwischenmenschlichen Probleme, welche PROMIS Clinics ins Zentrum jeder therapeutischen Behandlung stellt.
"Ich war erstaunt, als ich begriff, dass jedes süchtige und zwanghafte Verhalten – Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Essstörungen, zwanghaftes Helfen, Spielsucht oder Rauchen – denselben Ursprung hat: Die Unfähigkeit die eigenen Gefühle und Stimmungen zu akzeptieren, anzunehmen und auszuhalten. Indem ich gelernt habe genau das zu tun und zwar ohne Drogen zu nehmen, hat sich mein Leben buchstäblich umgedreht. Total umgedreht!"
( Christopher, Ex-Patient)
In der Regel machen Süchtige ihre Kindheitserfahrungen oder momentane Lebensumstände für ihr Suchtverhalten verantwortlich. PROMIS Clinics glaubt, dass dies für die Art und Weise wie Sucht ausgelebt wird zutreffen mag, dass die eigentliche, tieferliegende süchtige Natur der Persönlichkeit aber – möglicherweise – vererbt ist. Deshalb steht bei PROMIS Clinics das Verständnis für die Natur der Suchtkrankheit und die Frage, was getan werden muss, um Tag für Tag von neuem in Freiheit von aktiver Sucht leben zu können, im Vordergrund jeder therapeutischen Intervention. Schnelle Lösungen führen nicht zum Erfolg. Das Zwölfschritte Programm von Narcotics Anonymous hingegen funktioniert: Es ermöglicht ein drogenfreies Leben. Und das ist für genesende Süchtige die Basis für gesunde und glückliche Beziehungen, für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und es lässt Hoffnungen sowie Lebensträume in Erfüllung gehen.
"Durch die Therapie und indem ich das Zwölfschritte Programm in meinem Leben anwende, habe ich heute gute, gesunde Beziehungen und ich bin ein wertvoller und geschätzter Mitarbeiter. Ich habe ein für allemal gelernt, mich mit drogenfreien Stimuli – was immer das auch sein mag – echt zufrieden zu fühlen. Ja, ich bin heute glücklicher als je in meinem Leben. "
(Alfred, Ex-Patient)
Essstörungen
"Langsam begann ich zu verstehen, dass Essen nur das Symptom von etwas viel tiefer Liegendem war. Mein ganzes Leben musste sich verändern."
(Charlotte, Ex-Patientin)
PROMIS Clinics ist eine der ersten therapeutischen Institutionen, welche erkannt hat, dass Essstörungen ein Ausdruck von Suchtkrankheit sind.
Allgemein werden drei Arten von Essstörungen unterschieden:
- Zwanghaftes Überessen
- Bulimie
- Anorexie
Wir glauben, dass es rund ums Essen mindestens fünf Aspekte gibt, die zum Suchtprozess gehören:
- Zwanghaftes Überessen: Hier führt das Völlegefühl zum zwanghaften Wiederholen – eine Erfahrung von Lethargie die durch Überessen von allem, was sich gerade anbietet, immer wiederholt werden will.
- Anorexie: Hier geht es gerade um das Gegenteil, von dem was oben beschrieben wird; das Hungern gibt ein Gefühl von Schwerelosigkeit und macht 'high'.
- Bulimie/Abführen: Hier geht es beim zwanghaften Prozess darum, das Gegessene so schnell wie möglich wieder loszuwerden, sei es durch Erbrechen, mit Hilfe von Abführmitteln oder einfach durch exzessives Betreiben von Sport.
- Zucker und Weissmehl: Chemikalien in diesen Nahrungsmitteln scheinen extrem hohe psychoaktive Wirkung zu haben, so dass nach dem Verzehr einer grossen Menge Zucker ein 'High'-Gefühl entsteht.
- Verhalten und Zwang rund ums Essen: Zwanghafte Verhaltensmuster, die irgendwie mit Essen verbunden sind, haben die weitaus grösste Bedeutung in der Sucht: Zwanghaftes Kontrollieren des Körpergewichts, des Aussehens, der Kalorienmengen, der Vitamine, von Inhaltsstoffe wie Gluten, Milch usw.. Das alles sind typische Verhaltensmuster einer Essstörung.
Genauso wie Alkoholiker von Wein zu Bier und dann zu Schnaps umsteigen können, genauso kann sich bei Menschen mit Essstörung die eine mit der andere Form der Störung abwechseln. Oder sie können gleichzeitig da sein.
“In der Therapie realisierte ich, dass ich genauso sehr an Anorexie leide wie ich je an Bulimie gelitten hatte." (Charlotte, Ex-Patient)
Die Empfehlung für Menschen mit Essstörungen ist die gleiche wie für Leute mit Alkohol- oder Drogenproblemen.
Um eine erste Klarheit über Ihr Essverhalten und die Tendenz von Suchtverhalten in anderer Hinsicht zu erhalten, laden wir Sie ein, den Kurzfragebogen von PROMIS (Shorter PROMIS Questionnaire) auszufüllen. Sie finden ihn on-line.
Zwanghaftes Helfen (Helfersyndrom)
Von all den Suchtverhalten sind diejenigen, bei denen es um Beziehung geht, am schwierigsten zu verstehen – Sex- und Liebessucht, Beziehungssucht oder zwanghaftes Helfen. Diese Frage des Verständnisses wird zusätzlich durch die Terminologie, welche gebraucht wird, um Zwang in diesem Bereich zu beschreiben, verstärkt. Genauso wie „Sucht“ für verschiedene Menschen ganz verschiedene Dinge bedeutet, so vielfältig kann der Begriff „Co-Abhängigkeit“ verstanden werden. Wir haben versucht etwas Klarheit in diese Situation zu bringen, indem wir für verschiedene Verhaltensweisen unterschiedliche Begriffe benützen. Indem wir die Dinge auf diese Weise beim Namen nennen, wird ganz deutlich, welches Verhalten involviert ist und Probleme schafft. Auf diese Weise wird auch sofort klar, dass die Verantwortung für das Problem beim Beziehungssüchtigen oder beim zwanghaften Helfer liegt.

